
Samstag in Darmstadt
Wie das Kleeblatt nach drei sieglosen Partien wieder erfolgreich Fußball spielen will
Beim Kleeblatt planen sie schon fleißig die Zukunft. Nachdem die Fürther kürzlich den auslaufenden Vertrag mit Luca Itter um zwei Jahre verlängert hatten, verkündeten sie in dieser Woche die ersten Sommertransfers. Die 21 Jahre jungen Talente Omar Sillah und Noah König sollen mithelfen, dass die kommende Spielzeit schöner und erfolgreicher wird als die laufende. In der ging es phasenweise ja drunter und drüber, weshalb rund ums Kleeblatt kaum mehr jemand über die Vergangenheit reden will.
Die holte sie zuletzt aber wieder ein bisschen ein. Nachdem im Februar alles gut zu werden schien und die Mannschaft wichtige Punkte für den Ligaverbleib holte, gab es zuletzt wieder einige Rückschläge im Entwicklungsprozess, von dem Trainer Jan Siewert so gerne spricht. 1:1 gegen Magdeburg, 0:3 in Nürnberg, 3:3 gegen Schalke - ergibt einen März ohne Sieg, mit nur zwei Punkten und sieben Gegentoren. Am Donnerstag sollte Siewert deshalb erklären, was geschehen muss, damit der April und der Mai wieder schöner werden.
SpVgg Greuther Fürth will Schlüsse aus dem Schalke-Spiel ziehen
Seine Antwort begann Siewert mit einer kleinen Berichtigung. „Im März gab es schon einen Sieg, einen Testspielsieg gegen Regensburg, aber der hat nichts mit der Saison zu tun“, betonte er. „Da wollte ich nur eine Reaktion auf Nürnberg sehen. Ich finde, dass wir gegen Schalke auch wieder eine Reaktion gezeigt haben.“ Die gelang tatsächlich. Aus einem 0:1 machte das Kleeblatt ein 3:1 - gab den sicher geglaubten Sieg dann aber noch aus der Hand.
Auch aus diesen bitteren Minuten will Siewert für die verbleibenden Spiele Schlüsse ziehen. „Es hat mir natürlich nicht so gefallen, dass wir in den letzten zehn Minuten nicht mehr diese klare Ordnung hatten“, betonte er. „Dass wir über die Positionen geschoben sind und unsere Struktur nicht mehr klar zu erkennen war.“ Das sei „unnötig“ gewesen. Am Samstag (13 Uhr) in Darmstadt und auch in den kommenden Wochen müsse man „klar in der Struktur bleiben und diese auch über 90 Minuten beibehalten, um sich dann entweder früher zu belohnen oder das Ergebnis wegzuhalten“.
Erschwert wird das Auswärtsspiel beim strauchelnden Bundesliga-Absteiger allerdings personell. Neben dem gesperrten Kapitän Branimir Hrgota fällt auch der verletzte Julian Green weiter aus, sodass Siewert eine Mannschaft ohne die beiden zentralen Spieler der vergangenen Jahre zusammenbauen muss. Wie diese aussehen wird, wollte sich der Trainer wie immer offenlassen und die Eindrücke des Abschlusstrainings am Freitag einfließen lassen.
„Für uns geht es darum, die beste Elf aufs Feld zu schicken“, sagte Siewert. Dass im Hintergrund längst die Planungen für die Zukunft laufen, blendet der Trainer in der Gegenwart aus. „Es ist üblich zu der Zeit, dass genau diese Dinge entstehen“, findet der Trainer, der sich deshalb lieber der „inhaltlichen Weiterentwicklung“ widmet.
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