Anhaltesignale der Polizei missachtete der Audi-Fahrer.
© Marijan Murat/dpa
Anhaltesignale der Polizei missachtete der Audi-Fahrer.

Unfälle mit Polizeiautos

Nagelbrett beendet wilde Verfolgungsjagd auf A6 bei Ansbach: Dieb flüchtete mit Luxus-Audi

Los ging die wilde Verfolgungsjagd, als ein weißer Audi SQ7 am frühen Donnerstagmorgen einer Streife der Verkehrspolizei auf der Autobahn 6 bei Feuchtwangen im Landkreis Ansbach aufgefallen war. Ein 39-Jähriger steuerte den Luxus-SUV in Fahrtrichtung Osten. Die Polizistinnen und Polizisten, die mit einem Zivil-Einsatzfahrzeug auf der A6 unterwegs waren, entschieden gegen 2.30 Uhr, den Fahrer des Audi SQ7 einer Verkehrskontrolle unterziehen zu wollen.

Doch der mutmaßliche Autodieb ignorierte im Bereich der Anschlussstelle Feuchtwangen-Nord auf der A6 die Anhaltesignale der Polizei und raste mit hoher Geschwindigkeit mit seinem Audi SQ7 davon. Doch eine weitere alarmierte Streifenbesatzung der Polizei entdeckte das gesuchte Fahrzeug kurze Zeit später im Ansbacher Stadtgebiet.

Es folgte eine Wiederholung der Szenen auf der A6: Die Polizistinnen und Polizisten forderten den Mann auf, anzuhalten, doch der 39-Jährige flüchtete - zurück Richtung Autobahn 6. Laut Polizeiangaben habe der Mann mit seinem Audi SQ7 einen leichten Auffahrunfall mit dem Polizeiwagen provoziert.

Also ging die wilde Verfolgungsjagd mitten in der Nacht weiter: Bei Herrieden steuerte der 39-Jährige den Luxus-Wagen wieder von der A6 herunter, dabei verursachte er einen weiteren Verkehrsunfall mit einem zivilen Streifenwagen der Polizei. Ein Beamter in dem Wagen wurde leicht verletzt. Die Flucht ging auf der Staatsstraße 1066 in Richtung Aurach weiter.

Nagelgürtel stoppt den flüchtigen Autodieb mit seinem Audi SQ7

So griffen die Polizisten zu einem "Stop-Stick", einer modernen Version eines Nagelgürtels und legten eine Falle, in die der Audi-SQ7-Fahrer tappte. Zwischen Aurach und dem Autohof Aurach raste das Fluchtfahrzeug in Neunstetten über die Nägel, daraufhin gelang es der Polizei, den 39-Jährige festzunehmen.

Bei der Überprüfung des Fahrzeuges und des Mannes kam heraus, dass der Audi SQ7 offenbar kurz zuvor in Rheinland-Pfalz geklaut worden war. Der 39-jährige Tatverdächtige hat keinen festen Wohnsitz in Deutschland und wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.

Der mutmaßliche Autodieb muss sich unter anderem wegen des Verdachts des Fahrzeugdiebstahls, des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und des verbotenen Kraftfahrzeugrennens verantworten. Übrigens: Der Mann besitzt noch nicht einmal eine erforderliche Fahrerlaubnis. Ob er unter Einfluss von berauschenden Mitteln stand, wird noch geklärt. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme an.


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