
Neues aus den Museen
In der Kunsthalle Nürnberg: Die fabelhafte Welt der Monika Michalko
In ihrer Malerei verbindet die Künstlerin, die 1982 im tschechischen Sokolov geboren wurde, figuräre und objekthafte, vegetabile und ornamentale, abstrakte und architektonische Bildelemente zu komplexen Wimmelbildern, in denen sich immer wieder neue Erzählungen entdecken lassen. Blicken wir auf die Gemälde in Kenntnis der modernen Malereigeschichte, so erinnern ihre Kompositionen an Paul Klee, Jean Tinguely, Kasimir Malewitsch, Odilon Redon oder James Ensor.
Die Formensprache ihrer Gemälde erweitert Monika Michalko installativ in den Ausstellungsraum. Charakteristische Bildelemente kehren auf Wänden, Teppichböden oder auch als Muster auf Möbeln und Objekten wieder. Die acht Oberlichtsäle der Kunsthalle Nürnberg werden für eine opulente Gesamtinszenierung genutzt, in der eine künstliche Welt entsteht, die zwischen Wohnzimmer, Garten, Laboratorium, Maschine und Theater oszilliert.

Der Ausstellungstitel „ Here in the real world“ provoziert ein Nachdenken über unsere alltägliche Realität. Diese kommt häufig über das Radio ins Atelier der Künstlerin: Während des Malens hören sie Berichte über die Krisen und Katastrophen unserer Zeit. Ihre Werke entstehen im Bewusstsein dieser Realität und repräsentieren zugleich die Fähigkeit des spielerischen Neukonstruierens einer alternativen Welt. Denn, wie schon Peter Fox in seinem Song "Alles neu" festgestellt hat: „Hey, wenn’s dir nicht gefällt, mach neu.“
Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 28. Juni, um 19 Uhr in der Kunsthalle Nürnberg (Lorenzer Straße 32). Im Anschluss gibt es ein Sommerfest im Innenhof mit Musik, Barbecue und kalten Getränken.
Dieser Text ist in der Museumszeitung erschienen, einer Kooperation zwischen dem Verlag Nürnberger Presse und den Museen.
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