Nur ruhig wurde es da nicht: Caspar Jander feiert sein erlösendes 1:0.
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Nur ruhig wurde es da nicht: Caspar Jander feiert sein erlösendes 1:0.

Vierter Erfolg 2025

Wieder ein später Sieg: Caspar Jander erlöst den 1. FC Nürnberg gegen den SSV Ulm

Am Ende einer ereignisreichen Woche musste der 1. FC Nürnberg tatsächlich noch einmal Zweitliga-Fußball spielen. Nach der Freistellung von Sportdirektor Olaf Rebbe und den Transfergerüchten um den unzufriedenen Angreifer Mahir Emreli stellte sich der Tabellenvorletzte im Max-Morlock-Stadion vor. Dass der SSV Ulm aber vielleicht besser sein könnte als sein Ruf, hatte der Club in der Vorrunde gemerkt, als der 2:1-Erfolg erst einigermaßen spät zustande gekommen war.

Diesmal ging es ihnen ähnlich. Nachdem der Club lange Zeit auch eine Überzahl nicht zu nutzen wusste, war es vor 29.355 Zuschauern diesmal Caspar Jander, der mit einem Gewaltschuss kurz vor dem Ende zum 2:0 (0:0)-Erfolg traf. Der eingewechselte Janis Antiste erhöhte in der Nachspielzeit noch auf 2:0. Nach dem vierten Sieg im fünften Spiel des Kalenderjahres darf der 1. FC Nürnberg in der Tabelle deshalb tatsächlich wieder nach oben auf die Aufstiegsplätze blicken.

Im Vergleich zum spektakulären 4:3 in Magdeburg nahm Trainer Miroslav Klose keine Änderungen in seiner Startelf vor. Nur spektakulär ging es leider nicht weiter. Gegen einen defensiv gut organisierten Gegner kam die spielerische Klasse des Clubs im ersten Durchgang nie zum Tragen. Das Ergebnis: Bis zur Pause hatte keine der beiden Mannschaften einen Schuss aufs Tor des Gegners zustandegebracht.

Es ist kompliziert für den 1. FC Nürnberg

Und weil Ulm durchaus immer mal wieder andeutete, durchaus etwas vom schnellen Spiel zu verstehen, war diese erste Halbzeit eine komplizierte für den Club, der seinerseits im Angriffsdrittel zu oft den komplizierten Weg zum Ziel suchte. Das 0:0 war das passende und logische Ergebnis zur Pause.

Nach der Pause waren es dann die Ulmer, die das Publikum wieder aufweckten: Keine 20 Sekunden nach Wiederanpfiff scheiterte Oliver Batista Meier am glänzend reagierenden Jan Reichert im Nürnberger Tor. Und auch für den nächsten Höhepunkt sorgten die Gäste, eine Viertelstunde n ach Meiers Chance war es allerdings einer der Dummheit: Maurice Krattenmacher sah für eine Schwalbe im Strafraum der Nürnberger die Gelb-Rote Karte.

Direkt danach auch die ersten Gelegenheiten für den Club, als Justvan zweimal mit Schüssen aus der Distanz das Tor nur knapp verfehlte. Der Club war nun endlich offensiv in der Partie angekommen: Jens Castrop und Berkay Yilmaz scheiterten mit ihren Versuchen an Christian Ortag im Ulmer Tor. Der Club versuchte bis zum Ende alles, bis zum Ende blieb das aber auch alles viel zum umständlich vor dem Tor. Bis dann in der 86. Minute Caspar Jander eine Aktion mit zwei Drehungen erst umständlich begann - um den Ball dann einfach mit viel Wut aus 20 Metern zum 1:0 ins Netz zu setzen. Neuzugang Janis Antiste traf in der Nachspielzeit noch zum 2:0 - der 1. FC Nürnberg versteht sich 2025 einfach auf Aufreger.

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