
74:85-Niederlage in Trier
Etwas fürs Selbstwertgefühl: Falcons schlagen sich beim Aufstiegskandidaten tapfer
Das Hinspiel? War der Tiefpunkt der Saison. Kurz vor der Abreibung durch die Gladiators aus Trier und nach sieben Niederlagen zum Auftakt hatte Geschäftsführer Ralph Junge auch als Trainer übernommen, nach der achten Niederlage ging es dann endlich - wenn auch nicht schwankungsfrei - bergauf.
Das Rückspiel an der Mosel durften die Falcons am Sonntag deshalb einigermaßen stressbefreit angehen. Rein rechnerisch steht der Klassenerhalt zwar noch nicht ganz fest, in Koblenz, Düsseldorf und Quakenbrück müsste in den letzten Wochen der Saison aber schon sehr viel richtig laufen, damit sie allesamt noch an Nürnberg vorbeiziehen. Beim Tabellenzweiten ging es für den großen Außenseiter deshalb zunächst einmal nur darum, "dass wir so gut spielen, wie wir können", wie es Junge unter der Woche formulierte; es sei, sagte er, "eine schöne Herausforderung für die Spieler, um nach miserablen Monaten etwas für das eigene Selbstwertgefühl zu tun".
Letzteres klappte gegen das hochveranlagte Trierer Team, das ab Mai in den Playoffs um den Aufstieg in die Bundesliga spielen wird, nur bedingt. Beim 74:85 (21:28, 9:20, 20:16, 24:21) konnten die Gäste aus Franken im ersten Viertel dank des treffsicheren Vincent Friederici zwar noch einigermaßen mithalten, bis zur Halbzeitpause hatte der Favorit aber schon für eine Vorentscheidung gesorgt.
Vincent Friederici und die Nürnberg Falcons kämpfen sich bei den Gladiators Trier noch einmal heran
Kompakt verteidigen und im Angriff den Ball gut bewegen - dieses Erfolgsrezept wollten die Falcons auch in einer Halle mit BBL-Atmosphäre vorführen. Während die Gastgeber direkt die ersten vier Dreier trafen, hatte in der ersten Halbzeit aus der Distanz aber nur Friederici etwas entgegenzusetzen. Zwölf Punkte steuerte er in den ersten zehn Minuten bei und legte so die Grundlage dafür, sich an diesem Tag zu Nürnbergs Topscorer zu machen.
Deutlich zu viele Turnover sorgten dafür, dass Nürnberg im zweiten Viertel abreißen lassen musste und zur Halbzeit mit 18 Zählern hinten lag. Ein erneuter Tiefpunkt wurde es deshalb nicht, weil Trier nach dem Seitenwechsel nachließ und die Falcons seit dem ersten Treffen viel dazugelernt haben.
Nürnberg: Friederici 25 Punkte, Kalscheur 14, Saffer 12 (10 Rebounds), Pagenkopf 10, Forrest 6, Köpple 2, Taylor 2, Wolf 2, Feneberg 1, Eckert.
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