Die Spannung steigt: Am 16. März ist in Nürnberg wieder ein Derby.
© Sportfoto Zink / Daniel Marr
2
Die Spannung steigt: Am 16. März ist in Nürnberg wieder ein Derby.

Auch Restkarten weg

Ausverkauft! Warum der Club im Derby trotzdem auf viel Geld verzichten muss

Das 274. Derby am Sonntag schien die Menschen in der Region lange nicht wirklich zu jucken. Je näher das traditionsreiche Fußballspiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth allerdings rückte, desto weniger Eintrittskarten waren zu haben. Knapp zwei Wochen vor dem Anpfiff plötzlich bloß noch einige Dutzend, zudem überwiegend mit einer Sichtbehinderung.

Etwa 400, lautete die Info des Gastgebers vor knapp eineinhalb Wochen, seitdem gingen aber auch noch die verbliebenen Sitzplätze im Oberrang der Südkurve weg, die nur einen beschränkten Blick aufs Spielfeld zulassen. Auf der Haupttribüne und auf der Gegengerade ist das jeweilige Kontingent ebenfalls vergriffen, mittlerweile auch der kleine Restbestand: Bedeutet: ausverkauft!

Ziemlich genau 47.300 Fans werden somit im Max-Morlock-Stadion erwartet, wegen Problemen mit den Schwingungsdämpfern sollen seit dem DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den VfB Stuttgart vor knapp zwei Jahren ziemlich genau 780 Sitzplätze in den vorderen Reihen einiger Südkurven-Blöcken leer bleiben. Die roten Zonen sind mit Planen abgedeckt.

Der Club als Mieter des Max-Morlock-Stadions verzichtet aus unterschiedlichen Gründen auf weitere knapp 2000 Plätze, womit ihnen bei jeder ausverkauften Begegnung somit eine stattliche Einnahme zwischen 70.000 und 80.000 Euro entgeht. Weil bis zum Saisonende auch noch bei den Heimspielen gegen den Hamburger SV, gegen die SV Elversberg zum 125-jährigen Vereinsjubiläum und gegen den 1. FC Köln eine nahezu 100-prozentige Auslastung erwartet wird, summiert sich das Minus.

Inklusive des "Freundschaftsspiels" gegen den FC Schalke am zweiten Spieltag entgehen dem 1. FC Nürnberg nur in der aktuellen Runde damit über 300.000 Euro. Trösten können sie sich unter anderem mit einem neuen Rekord: Einen voraussichtlichen Zuschauerschnitt von knapp 37.000 hatte der Traditionsverein in der zweiten Liga bislang nicht.

Mit Blick auf die letzten zehn Jahre scheint auch das Derby tatsächlich wieder stärker zu ziehen. In der Spielzeit 2016/17 waren lediglich 32.362 zum Nachbarschaftsduell nach Nürnberg gekommen, danach stiegen die Zahlen wieder an. In der vergangenen Saison konnte der Club ebenfalls ausverkauft vermelden, allerdings auch erst wenige Tage zuvor.

2 Kommentare