
Trotz Corona: Aiwanger für "Grundoptimismus"
Wie werden Bayerns Volksfeste 2022? Wirtschaftsminister mit neuem Vorschlag
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat sich gegen eine 2G-Regelungen auf bayerischen Volksfesten ausgesprochen. "Ein Volksfest sollte in meinen Augen durchaus ein Fest des Volkes sein und nicht am Ende vielleicht nur ein Fest der aktuell frisch Geimpften", sagte er dem Bayerischen Rundfunk (BR).
Wenn Veranstalter sich von sich aus für 2G entschieden, könne man das nicht verbieten, sagte er. "Aber ich glaube, dass sich das auf Dauer nicht halten lässt."
Vorsichtige Schausteller
Der Augsburger Osterplärrer soll Mitte April beginnen, die Schausteller hatten demnach von sich aus 2G als Zugangsvoraussetzung angeboten.
Sollte das neue Infektionsschutzgesetz in Berlin wie bisher vorgesehen beschlossen werden, entfällt auch in Bayern unter anderem das bisherige Verbot von Volksfesten und Jahresmärkten.
Für Volksfeste sollen bis zum 2. April noch analoge Regeln wie in der Gastronomie gelten, dann fallen auch hier sämtliche Auflagen weg.
Absage für den Nockherberg
Mit Blick auf die Absage des Politiker-Derbleckens beim Starkbieranstich auf dem Nockherberg sagte Aiwanger, er hoffe nicht, dass das einen "Dominoeffekt" auslöse.
"Wir können ja nicht nur immer depressiv rumrennen", sagte er. Er sei dafür, "dass ein gewisser Grundoptimismus – trotz allen Ernstes der Lage – wieder in die Bevölkerung zurückkehrt". Zuletzt hatten mehrere Virologen in Bayern und Deutschland davor gewarnt, die meisten Schutzmaßnahmen von 20. März an fallen zu lassen. Darunter auch der Erlanger Immunologe Prof. Christian Bogdan, der auch Mitglied der Ständigen Impfkommission ist.
"Äußerst schlechte Idee"
Eine weitreichende Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen sei in der aktuellen Lage eine "äußerst schlechte Idee", so Bogdan.
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