Florian Beierlein (am Ball) war der einzige Weißenburger Feldspieler, der diesmal ohne Torerfolg blieb. Allerdings holte er mehrere Siebenmeter heraus, so auch in dieser Aktion.
© Uwe Mühling, WT
Florian Beierlein (am Ball) war der einzige Weißenburger Feldspieler, der diesmal ohne Torerfolg blieb. Allerdings holte er mehrere Siebenmeter heraus, so auch in dieser Aktion.

Handball-Bezirksliga

Klarer Sieg gegen Schlusslicht: TSV 1860 Weißenburg wurde seiner Favoritenrolle gerecht

Trainerin Sigrid Rudat hatte alle Mann beisammen, sodass es auf der Bank eng wurde und ihr viele Wechselmöglichkeiten zur Verfügung standen. Die Sechziger traten direkt wie ein Favorit auf und legten in den ersten acht Minuten einen 4:0-Start hin. Trotz einiger weniger Fehlwürfe blieben die Gastgeber in der Spur und erhöhten ihren Vorsprung kontinuierlich. Zu keiner Zeit war der Gegner aus dem Landkreis Ansbach wirklich gefährlich, was auch an der guten offensiven Abwehr der Weißenburger lag, die den Wirkungskreis der „09er“ immer wieder einschränkten.

Die gute Abwehr- und Torhüterleistung führten dann zu einfachen Treffern im Gegenstoß oder in zweiter Welle. Eine kurze Phase der Unkonzentriertheit seitens des TSV 1860 unterband Trainerin Rudat per Auszeit. In den noch zu spielenden vier Minuten der ersten Hälfte sammelte man dann nochmals alle Ressourcen und zog von 13:9 auf 17:9 davon – ein beruhigender Halbzeitstand.

Die Weißenburger (hier mit Sebastian Rudat am Ball) ließen sich vom Schlusslicht TV Dietenhofen nicht stoppen.

Die Weißenburger (hier mit Sebastian Rudat am Ball) ließen sich vom Schlusslicht TV Dietenhofen nicht stoppen. © Uwe Mühling, WT

Diesen galt es zu Beginn der zweiten Hälfte nicht wieder zu verspielen, und so ging es hoch konzentriert zurück in die Partie. In dieser agierten die Weißenburger nun in einer 6:0-Formation. Keine Änderungen gab es bei der Spielfreude und den guten Aktionen in Angriff und Abwehr. Bis zu einem 27:12 zogen die Hausherren davon, bis sie es etwas ruhiger angehen ließen und mehrfach durchwechselten. Dass darunter der Spielfluss litt, war klar, jedoch kein Problem.

Am Ende stand ein 31:21-Sieg auf der Anzeigetafel, der mehr als verdient war. Bis auf Florian Beierlein hatten alle Feldspieler getroffen. Der Fußball-Basketball-Handball-Hybrid hatte dafür einige Siebenmeter herausgeholt, die Johannes Brechtelsbauer zumindest teilweise verwandelte. Erfreulich ist noch zu bemerken, dass Keeper Tobias Meierhuber nach seiner Verletzung wieder längere Spielanteile erhielt und dies durch teilweise spektakuläre Paraden dankte. In seiner unkonventionellen Art des Torwartspiels brachte er mit seinen Aktionen den Gegner zum Verzweifeln und die gut gefüllte Landkreishalle zum Kochen.

Derby in Gunzenhausen steht bevor

Kochen wird auch die Halle in Gunzenhausen, wenn es am Samstag, 29. März, zum Derby und Duell um Platz zwei geht. Anwurf gegen den ewigen Rivalen ist zur Primetime um 20 Uhr. Die Weißenburger hoffen auf viel Zuschauer-Unterstützung.

TSV 1860 Weißenburg: Alexander Symader, Tobias Meierhuber (beide Torwart), Sebastian Rudat (4 Treffer), Johannes Baur (1), Michael Brunnenmeier (1), Benedikt Sommerer (4), Florian Beierlein, Moritz Meyer (3), Tim Lukas (3), Andreas Moj (1), Markus Hellmich (1), Daniel Wokon (3), Johannes Brechtelsbauer (6, davon 2 Siebenmeter), Michael Butz (4).

Keine Kommentare