
Kehrblech immer mit dabei
Die Ruhe selbst: Pony „Orlando“ besuchte das Ellinger Altenheim
Wenn Sprache nicht mehr das Mittel der Wahl ist, kann der Kontakt zu Tieren oft kleine Wunder wirken. "Orlando" ist ein vierjähriges Shetlandpony vom Weißenburger Pferde-Erlebnishof "Zum Joe". Seine Besitzerin, Tanja Satzinger, geht mit ihm zu therapeutischen Zwecken in Altenheime, Schulen, Kindergärten und psychiatrische Einrichtungen.
Eimer, Handfeger und Kehrblech hat sie für den "Fall des Falles" immer dabei. Das Berühren, Kraulen, der Kontakt mit dem entspannten Pony-Hengst tut Menschen gut. "Orlando" ist dabei stets die Ruhe selbst. Vorsichtig und neugierig geht er auf Menschen zu.
"Blockaden lösen"
"Der Kontakt", sagt Tanja Satzinger, "löst häufig körperliche und seelische Blockaden." Es entstehe eine positive Wirkung auf der Körper- und Sinnesebene, weiß sie zu berichten. Im Altenheim St. Elisabeth war der sanftmütige "Orlando" kürzlich zur Einzeltherapie bestellt.
Bei Alexander Bill, der im Rollstuhl sitzt und seit rund fünf Jahren Bewohner des Seniorenheims ist, huschte gleich ein Lächeln übers Gesicht, als sich das brave Pony kraueln und über die Nüstern streicheln ließ. Die halbstündige Therapie wurde in diesem Fall von Angehörigen übernommen.
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