
Polizei ermittelt
Unfall im Landkreis Ansbach: Bus und Zug kollidieren - über 60 Menschen an Bord
In der Hauptverkehrszeit kam es am Donnerstag, 30. Januar 2025, im Landkreis Ansbach zu einem schweren Verkehrsunfall. Nach Angaben eines Polizeisprechers kollidierten gegen 7 Uhr an einem Bahnübergang in Hartershofen, einem Teil der Gemeinde Steinsfeld, ein Zug und ein Bus.
Der Bahnübergang an der eingleisigen, nicht elektrifizierten Nebenstrecke, die in Steinach bei Rothenburg ob der Tauber von der Bahnlinie Treuchtlingen-Würzburg abzweigt, ist nicht durch Schranken gesichert, sondern lediglich durch ein Andreaskreuz gekennzeichnet. Doch was war geschehen? Der 63-jährige Busfahrer fuhr auf den unbeschrankten Bahnübergang. Zur selben Zeit erreichte ein 36-jähriger Lokführer mit seiner Regionalbahn aus Richtung Steinach den Bahnübergang.
Der Busfahrer übersah den von rechts kommenden Zug und fuhr weiter mit geringer Geschwindigkeit über die Bahngleise. Als der 63-Jährige den Zug dann doch bemerkte, konnte er auch mit einer Gefahrenbremsung nicht mehr rechtzeitig stoppen. Er kollidierte mit der Front gegen die linke Seite des Führerhauses des Zugs.
64 Fahrgäste an Bord: Keine Verletzten
Durch "großes Glück", so der Polizeisprecher, wurde zunächst niemand ernsthaft verletzt. Der Bus war zum Zeitpunkt des Unfalls nicht besetzt, auch der Fahrer trug zunächst keinerlei körperliche Schäden davon. Im Nachgang meldete er sich und klagte dann doch über Schmerzen. Im nahegelegenen Krankenhaus wurden ihm leichte Verletzungen attestiert, wie die Polizeiinspektion Rothenburg ob der Tauber berichtet.
Der Lokführer der Regionalbahn blieb unverletzt, ebenso die 64 Fahrgäste an Bord des Zugs. Sie wurden vor Ort evakuiert und setzten ihre Reise in Ersatzbussen fort. Etwa eineinhalb Stunden nach dem Unfall waren die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle laut Polizei so gut wie abgeschlossen. Am Bus sind etwa 1.500 Euro und am Zug etwa 30.000 Euro Sachschaden entstanden. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizei in Rothenburg ob der Tauber.
In Bayern sind über die Hälfte der rund 3000 Bahnübergänge unbeschrankt. Alleine im Jahr 2022 kam im Freistaat zu 35 Unfällen und sieben Toten, in den Jahren vorher waren es teils deutlich mehr.
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