Bei einer Großübung wurde eine Geiselnahme im Bezirkskrankenhaus Bayreuth simuliert.
© Polizeipräsidium Oberfranken
Bei einer Großübung wurde eine Geiselnahme im Bezirkskrankenhaus Bayreuth simuliert.

SEK im Einsatz

Großübung im Bezirkskrankenhaus Bayreuth: Ernstfall Geiselnahme

Eine Geiselnahme in einem Krankenhaus - was für ein Albtraum. Um auf solche Extremsituationen besser vorbereitet zu sein, fand am Mittwoch, 2. April, eine Großübung im Bayreuther Bezirkskrankenhaus statt, wie das Polizeipräsidium Oberfranken mitteilt.

„Die Übung simulierte eine Geiselnahme, bei der ein Pfleger und eine Pflegerin [...] von Männern als Geiseln genommen wurden. Diese außergewöhnliche Lage ist keine Routine, sondern stellte alle beteiligten Einsatzkräfte vor schwierige Herausforderungen“, heißt es in der Pressemitteilung. Bayreuther Polizisten mehrerer Dienststellen und ein Spezialeinsatzkommando (SEK) seien an der Übung beteiligt gewesen.

Geiselnehmer stellten Forderungen und verhandelten

Die Übung lief unter Berücksichtigung vorhandener Konzeptionen ab, begann mit dem Eintreffen der ersten Streifenbesatzungen der örtlich zuständigen Dienststelle und endete mit der Festnahme der Geiselnehmer durch das SEK. Die Geiselnehmer stellten Forderungen und führten intensive Gespräche, die Geiseln blieben unverletzt.

„Die verschiedenen Rollen, die im Rahmen der Übung gespielt wurden, wurden sowohl von Mitarbeitern des Krankenhauses als auch der Polizei übernommen“, führt Maximilian Prechtel von der Pressestelle der Polizei Oberfranken am Telefon aus. Details aus den geübten Verhandlungen gibt die Polizei nicht bekannt. Nur so viel gibt Prechtel preis: „Solche Verhandlungen sind ein langer Prozess und es ist ein weiter Weg bis zur Lösung.“ Die Übung habe am frühen Vormittag begonnen und endete gegen 13:30 Uhr.

Die hervorragende Zusammenarbeit und die gemeinsame Planung dieser Übung seien von entscheidender Bedeutung für den erfolgreichen Ablauf gewesen: „Die enge Kooperation zwischen der Polizei und den Verantwortlichen des Bezirkskrankenhauses hat nicht nur die Übung maßgeblich unterstützt, sondern auch gezeigt, wie wichtig eine gut abgestimmte Zusammenarbeit in Krisensituationen ist.“

Da es das Ziel war, die Übung unter möglichst realistischen Bedingungen durchzuführen, konnten im Vorfeld keine Informationen bekanntgegeben werden. „Wir bitten hierfür um Verständnis“, so die Polizei weiter.

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