Polizeieinsatz am Montagvormittag in Günthersbühl: Dort brachten Aktivisten ein Banner am Hof von Günther Felßner an.
© Rebecca Haase
Polizeieinsatz am Montagvormittag in Günthersbühl: Dort brachten Aktivisten ein Banner am Hof von Günther Felßner an.

Polizeieinsatz in Günthersbühl

Protest gegen Günther Felßner: Tierschutz-Aktivisten bringen Banner an seinem Stall an

Anwohner berichteten von einem größeren Polizeieinsatz infolge des Protests: Zwölf Aktivisten der Gruppierung "Animal Rebellion" haben am Montagvormittag ein Banner am Hof von Günther Felßner (CSU) angebracht. Damit wollen sie nach eigenen Angaben ein Zeichen dagegen setzen, dass Felßner, der Präsident des Bayerischen Bauernverbands ist, als neuer  Bundeslandwirtschaftsminister gehandelt wird.

Nicht nur die Aktivisten, auch mehrere Nichtregierungsorganisationen protestieren derzeit gegen die Personalie: In einer Petition von Campact heißt es, Felßner wäre als Minister „eine Katastrophe für die klimafreundliche Landwirtschaft“. Als Bauernpräsident sei er Lobbyist und stehe für "agrarindustrielle Großbetriebe".

So ähnlich sieht das auch "Animal Rebellion": "Kein Tierausbeuter als Agrarminister" stand auf dem zehn mal drei Meter großen Banner. Felßner habe bewiesen, "dass er als Agrarminister denkbar ungeeignet ist", heißt es in einer Pressemitteilung der Organisation. Er leugne "wissenschaftliche Fakten und ruft er die Menschen dazu auf, Produkte zu konsumieren, für die Millionen von Lebewesen täglich ausgebeutet und grausam getötet werden".

Nach Polizeiangaben wird nun geprüft, ob sich die Tierschützer strafbar gemacht haben. Ihre Personalien seien aufgenommen worden, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

Ein Anwalt der Familie Felßner erklärte am Vormittag, dass diese sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu der Aktion äußern werde. Günther Felßner selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Ein Anwalt der Familie Felßner erklärte am Vormittag, dass diese sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu der Aktion äußern werde. Günther Felßner selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.