
5. Klasse wird angeboten
Fürth, Schwabach, Bad Windsheim: Modellprojekt an Wirtschaftsschulen wird ausgebaut
Das laufende Modellprojekt zur Einführung einer fünften Jahrgangsstufe an bayerischen Wirtschaftsschulen wird ausgebaut. Ab kommenden Schuljahr soll der Schulversuch auch an den städtischen Wirtschaftsschulen in Fürth, Bayreuth, Schwabach, Amberg, Nördlingen und Bad Windsheim angeboten werden. Dies teilte das Kultusministerium in München mit.
Mit der vierstufigen Wirtschaftsschule sollten Schülerinnen und Schülern möglichst frühzeitig eine praxisnahe wirtschaftliche Bildung ermöglicht werden, um sie bestmögliche in ihrer schulischen und beruflichen Laufbahn zu unterstützen, hieß es weiter.
Ziel: Mehr Bildungsangebote, mehr Möglichkeiten für Schüler
"Die Auswahl der neuen Modellschulen erfolgte mit Bedacht und in enger Abstimmung mit dem bestehenden Schulangebot vor Ort", sagte Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler). Durch die gezielte Erweiterung werde die Bildungslandschaft gestärkt und Eltern erhielten noch mehr Möglichkeiten, genau die Schule für ihr Kind zu wählen, die optimal zu den individuellen Stärken, Interessen und Begabungen passe.
Zudem könnten alle Schülerinnen und Schüler, die die Eingangsvoraussetzungen erfüllen, in München auch die Riemerschmid-Wirtschaftsschule und die Friedrich-List-Wirtschaftsschule besuchen. Die Wirtschaftsschule Senden, die in diesem Schuljahr eine Eingangsklasse führt, erhalte zum nächsten Schuljahr ferner die Möglichkeit, zwei Eingangsklassen anzubieten.
Weitere Anträge anderer Wirtschaftsschulen seien derzeit auch wegen nicht auszuschließender größerer Auswirkungen auf benachbarte Schulen zunächst nicht genehmigt worden. Um eine Genehmigung zu erhalten, müssen die Anträge auch vom Schulaufwandsträger der Realschulen vor Ort unterstützt werden, ebenso vom rechtlichen Leiter des Schulamtes.
Wirtschaftsschule ist bayerische Besonderheit
Die bayerische Wirtschaftsschule ist eine Besonderheit in Deutschland: Sie ist die einzige berufliche Schule, die ab der Jahrgangsstufe 6 von Kindern und Jugendlichen besucht werden kann. Rund 17.000 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit eine Wirtschaftsschule.
Sie ist eine Berufsfachschule, die es in vier-, drei und in zweistufiger Form gibt. Sie umfasst in vierstufiger Form die Jahrgangsstufen 6 bis 10, in dreistufiger Form die Jahrgangsstufen 8 bis 10 und in zweistufiger Form die Jahrgangsstufen 10 und 11.
Längst hat sich die Wirtschaftsschule in Bayern neben den übrigen weiterführenden Schulen, also Mittelschule, Realschule und Gymnasien etabliert. Sie bietet Schülerinnen und Schülern eine besonders praxisnahe Ausbildung.
Der Wirtschaftsschulabschluss ist ein mittlerer Schulabschluss, mit dem sich die Ausbildungsdauer in einem kaufmännischen Beruf auf Antrag um bis zu sechs Monate verkürzt.
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