Feuer auf dem Recyclinghof Fritsche in Forchheim.
© Philipp Peter Rothenbacher
Feuer auf dem Recyclinghof Fritsche in Forchheim.

Bahnstrecke gesperrt

Großbrand in Forchheim: Einsatz der Feuerwehr dauert an - Was bisher bekannt ist

Eine schwarze Rauchsäule verhieß am Freitagnachmittag, kurz nach 17 Uhr, in Forchheim nichts Gutes: Beim Entsorgungsunternehmen Fritsche sind nach Angaben der Feuerwehr Papierpakete, Plastik sowie Reifen und sogar Aluminium in Brand geraten - und das Ganze wuchs rasant zu einem Flammenmeer heran.

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Zur Stunde ist die Feuerwehr mit einem Großaufgebot im Einsatz. Der Brand sei inzwischen unter Kontrolle, sagt Christian Sailer, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes. Polizei und Rettungskräfte sind ebenfalls vor Ort. Über dem Areal regnete es zeitweise Asche.

Die Bahn hat die Strecke Erlangen - Bamberg wegen des Einsatzes gesperrt. „Ersatzverkehr in Planung“, heißt es hier aktuell. Inzwischen, Stand 20 Uhr, rollt der Verkehr wieder ungehindert.

Sprecher der Feuerwehr: Aufwendige Löscharbeiten wohl bis spät in die Nacht hinein

Nach Informationen von Sailer und Kreisbrandrat Oliver Flake gibt es keine Verletzten. Ein Feuerwehrmann vor Ort äußerte sich gegenüber den „NN“: „Oh, das wird heute noch eine lange Nacht für uns.“ Davon geht auch Flake aus: „Das wird sich hinziehen.“

Sailer erläutert: „Das Schwierige ist, dass das Material in Containern gelagert und auch zusammengepresstes Papier ist. Um das vollständig löschen zu können, müssen wir es komplett auseinandernehmen.“ Und dann gelte es, die Glutnester zu neutralisieren. „Getränke und Essen für die Einsatzkräfte sind schon bestellt“, sagt Sailer.

Die Forchheimer Feuerwehr war rasch vor Ort und versuchte, die Flammen unter Kontrolle zu bringen - was auch schnell gelang.

Die Forchheimer Feuerwehr war rasch vor Ort und versuchte, die Flammen unter Kontrolle zu bringen - was auch schnell gelang. © Philipp Rothenbacher

Die enorme Hitze, die von den Flammen zu Beginn ausging, war auch aus sicherer Entfernung von mehreren Hundert Metern noch überdeutlich zu spüren. Es drohten gar zwei große angrenzende Bäume in unmittelbarer Nähe des Brandherdes ebenfalls Feuer zu fangen. Das konnte die FFW mittels Löschschaum aber verhindern.

Die Hintergründe, vor allem die Brandursache, sind derzeit noch völlig unklar, wie der Kreisbrandrat gegenüber den „NN“ mitteilt.

Die Rauchsäule war über ganz Forchheim sichtbar.

Die Rauchsäule war über ganz Forchheim sichtbar. © Philipp Rothenbacher

Brände sind auf dem Firmengelände des Entsorgungsunternehmens kein Einzelfall, schon 2014 musste die Feuerwehr hierhin ausrücken, um eine Schreddermaschine zu löschen. 2007 gerieten Altpapier- und Abfallballen in Brand. Damals brauchten rund 100 Feuerwehr-Einsatzkräfte etwa acht Stunden, um der Flammen Herr zu werden.

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