
Preis für gute Lehre 2025
Das sind die besten Profs in Nürnberg, Erlangen und Bamberg
Sie begeistern für ihr Fach, testen neue Prüfungsformen und motivieren Studierende aus nicht-akademischen Familien. In Bayern sind die besten Professorinnen und Professoren ausgezeichnet worden. „Gute Lehre macht den Unterschied“, erklärte Wissenschaftsminister Markus Blume bei der Preisverleihung an der Universität Würzburg. „Die heute Ausgezeichneten leben und lieben ihr Fach und geben genau das weiter - wir sind stolz und dankbar, dass Sie alle im Freistaat unterrichten.“
Unter den Geehrten sind auch vier Profs aus Nürnberg, eine Dozentin aus Erlangen und ein Dozent aus Bamberg. „Ich binde die Studierenden aktiv ein, um Freude am Lernen und Interesse für den Lernstoff zu wecken“, sagt etwa Areti Papastavrou. Die Professorin für Mathematik und Technische Mechanik lehrt seit 2014 an der Ohm-Hochschule in Nürnberg. Sie ist außerdem Prodekanin und Hochschulfrauenbeauftragte.
Wichtig sind ihr Praxisbezug, Flexibilität und Eigenverantwortung. Dafür kombiniert Papastavrou Präsenzveranstaltungen mit der Möglichkeit zur Online-Teilnahme, sie bindet Videos, Quizze, Diskussionen und Übungsaufgaben mit ein.
Geboren in Hawaii, ausgezeichnete Professorin in Nürnberg
Patricia Shiroma Brockmann, seit 1998 Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Ohm, will vor allem ein gutes Vorbild für ihre Studierenden sein. Vor allem für unterrepräsentierte Gruppen: Frauen in technischen Fächern, Studierende aus nicht akademischen Familien, Menschen mit Migrationshintergrund und Studierende mit Kindern. Sie selbst ist in Hawaii geboren. „Meine Aufgabe ist es, alle meine Studierenden zu motivieren, Chancen zu ergreifen und zu versuchen, Ziele zu erreichen, die sie früher vielleicht für unerreichbar hielten.“
Mit Partnerunis in Japan und Indonesien lernen die Studierenden, neben fachlichen Kompetenzen, auch internationale Projektentwicklung und interkulturelle Kommunikation kennen. Statt Prüfungen bearbeiten die Studierenden realitätsnahe Probleme.
“Wer nicht nur Inhalte, sondern auch Begeisterung für ein Fach vermittelt, sorgt dafür, dass aus den Talenten von heute herausragende Expertinnen und Experten von morgen werden“, sagte Wissenschaftsminister Markus Blume. Insgesamt zeichnet er jedes Jahr 20 Hochschuldozentinnen und -dozenten aus Bayern aus. Der Preis soll verdeutlichen, dass die Lehre gleichberechtigt neben der Forschung steht und ist mit je 5000 Euro dotiert.
Die Kandidaten werden von ihrer Heimathochschule vorgeschlagen, die Studierenden sind an der Auswahl beteiligt. Voraussetzung ist, dass die Person mindestens zwei Studienjahre hervorragende Leistungen in der Lehre vorweisen kann.
Vom Kinderpfleger zum besten Uni-Dozenten
Von der Universität Bamberg ist Michael Hafner-Gries bereits im zweiten Jahr in Folge geehrt worden. Der gelernte Kinderpfleger und Erzieher ist stellvertretender Schulleiter an der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik in Bamberg. Er lehrt und forscht zu Kindertageseinrichtungen sowie rechtlichen Grundlagen in der Kinder- und Jugendhilfe.
Die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg hat Lars Blunck erfolgreich ins Rennen geschickt. Der Professor lehrt dort seit 2013 Kunstgeschichte. Von der Friedrich-Alexander-Universität wurden Mario Liebensteiner, Juniorprofessur für Energiemärkte und Energiesystemanalyse in Nürnberg, sowie Katharina Oft, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Alte Sprachen in Erlangen, ausgezeichnet.
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