Auf Schmerzmittel hatte er es abgesehen. Die Apotheke verließ ein bewaffneter Mann allerdings ohne Beute.
© Monika Skolimowska/dpa
Auf Schmerzmittel hatte er es abgesehen. Die Apotheke verließ ein bewaffneter Mann allerdings ohne Beute.

Er wollte Fentanyl

Bewaffneter Überfall auf Apotheke in Rothenburg scheitert – Tatverdächtiger stellt sich selbst

Ein bewaffneter Überfall auf eine Apotheke in Rothenburg ob der Tauber nahm am Donnerstagmittag eine unerwartete Wendung. Wie der Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Michael Sebald, mitteilt, konnte das Personal den Raub verhindern. Der mutmaßliche Täter stellte sich kurz darauf selbst der Polizei.

Gegen 13 Uhr betrat ein 34-jähriger Mann die Apotheke in der Bahnhofstraße und bedrohte eine Angestellte mit einem Messer. Er forderte die Herausgabe des Schmerzmittels Fentanyl, das unter anderem bei schweren Schmerzen und in der Intensivmedizin eingesetzt wird.

Versuchter Überfall in Rothenburg: Tatverdächtiger flüchtet zunächst ohne Beute

Aufmerksame Kolleginnen und Kollegen der Angestellten erkannten die gefährliche Situation, griffen ein und sprachen den Mann an. Daraufhin ließ der Tatverdächtige von seinem Vorhaben ab, flüchtete ohne Beute aus der Apotheke und stieg in ein Auto, mit dem er davonfuhr.

Zu einer unerwarteten Wendung kam es wenig später, als der Mann selbst bei der Polizei anrief und die Tat gestand. Einsatzkräfte nahmen den Verdächtigen daraufhin in seiner Wohnung widerstandslos fest.

Nach Abschluss erster Ermittlungen wurde der Beschuldigte wieder auf freien Fuß gesetzt. Beamtinnen und Beamte des Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der räuberischen Erpressung ein. Verletzt wurde bei dem versuchten Raubüberfall niemand.


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