Mira ist laut Tierheim nicht gefährlich - trotzdem droht ihr ein Leben hinter Gittern.
© Birgit Horvath
Mira ist laut Tierheim nicht gefährlich - trotzdem droht ihr ein Leben hinter Gittern.

Zuhause gesucht

Nürnberger Tierschützer schlagen Alarm: Soll Mira wirklich im Tierheim sterben?

Aggressiv und gefährlich - das sagt man einigen Hunderassen nach. In Bayern dürfen einige gar nicht erst gehalten werden, so auch Pitbulls wie Mira. Die Folge: Die Tiere sitzen in Tierheim und können kaum vermittelt werden. "Vorverurteilt um im Tierheim zu sterben?", fragt man sich in der Nürnberger Einrichtung nun.

"Das ist Mira, eine sieben Jahre alte, kastrierte Pitbull Hündin" - so stellen die Mitarbeiter die Pitbull-Dame vor. "Sie ist weder aggressiv noch gefährlich, nur weil sie der falschen Rasse angehört im Tierheim. Und das seit mittlerweile fast zwei Jahren." An der Stadenstraße im Nürnberger Osten ist man sich sicher: "Mira wurde vorverurteilt - etwas, was es in der deutschen Gesetzgebung beim Menschen nicht gibt. Dort heißt es "im Zweifel für den Angeklagten". Mira hatte keine Chance auf ein faires Verfahren."

Dabei sei Mira nett mit Menschen, verhalte sich vorbildlich beim Gassi gehen, mal alleine bleiben nach Eingewöhnung sei auch kein Problem und die Grundkommandos hat die Hündin auch drauf. Trotzdem wartet sie immer noch auf ihr Zuhause.

Das einzige Manko: Ihre große Liebe sind Rottweiler Rüden, mit allen anderen Hunden ist sie leider unverträglich, ignoriert sie draußen aber einfach. Zuhause sollten deshalb auch keine anderen Tiere leben. Außer vielleicht ein Rottweiler, in den könnte sie sich möglicherweise verlieben.

Etwas Ruhe und Geduld könnte sie in manchen Situationen noch lernen, ansonsten sucht sie gerne ein Zuhause bei Menschen, die sie körperlich und geistig auslasten - nur eben außerhalb Bayerns in einem Bundesland, in dem ihre Haltung erlaubt ist.

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