Aaron Chase is on fire: Der Amerikaner ist nach 2011 auch 2014 Kursdesigner für den District Ride am 6. September in Nürnberg und hat viele Ideen, wie er die Stadt zu einem großen Spielplatz für die Mountainbiker machen will.
© Michael Matejka
Aaron Chase is on fire: Der Amerikaner ist nach 2011 auch 2014 Kursdesigner für den District Ride am 6. September in Nürnberg und hat viele Ideen, wie er die Stadt zu einem großen Spielplatz für die Mountainbiker machen will.

Spitzenfahrer im Interview

Aaron Chase zum District Ride 2014: "Das wird eine Riesenshow"

Aaron, was erwartest Du Dir vom diesjährigen District Ride?

Aaron Chase: Ich gehe davon aus, dass kein Mountainbike-Wettbewerb jemals so eine Aufmerksamkeit erreicht hat, wie es dieses Jahr der District Ride tun wird.

Was sind die größten Herausforderungen bei der Kursplanung?

Chase: Der District Ride-Kurs braucht von allem etwas. Normalerweise sind solche Hindernisse, wie wir sie im September zu sehen bekommen, in einem Bikepark zu finden, wo viel Platz ist. Das alles muss nun in die engen Straßen von Nürnberg passen. Das ist wie ein großes Puzzle, das wir zusammenfügen müssen. Um das zu schaffen, habe ich ein großes Team um mich herum, das dies alles möglich macht.

Kannst Du schon verraten, was neu sein wird am diesjährigen Kurs?

Chase: Allzuviel darf ich noch nicht verraten. Aber es wird zwei Sprünge geben, die die Fahrer nutzen können, um wieder zu vohergehenden Hindernissen zurückzugelangen. Nicht zu vergessen ist der letzte große Sprung von 2011 auf dem Hauptmarkt. Den wird es wieder geben. Aber wir werden noch eins draufsetzen, was die Anfahrt angeht. Einer der Abschnitte wird zudem einen offenen Looping enthalten.

Was bedeutet Nürnberg für Dich?

Chase: Nürnberg ist ein besonderer Ort für mich. Ich habe mittlerweile einige Freunde hier und viel über diese unglaublich tolle Stadt gelernt. Ich kann es kaum erwarten, alle wieder zu sehen und zusammen mit den Fans den District Ride zu feiern!

Welche Sprünge werden wir von den Profis dieses Jahr zu sehen bekommen?

Chase: Wir arbeiten daran, die Sprünge und Hindernisse so perfekt wie möglich zu bauen. So werden die Fahrer alles zeigen können, was sie an schwierigen Tricks beherrschen. Die Profis haben uns bisher noch nie enttäuscht. Das werden sie auch diesmal nicht. (Anmerkung der Redaktion: Einige Profis feilen gerade am dreifachen Backflip (Rückwärtssalto)).

Was ist Dein diesjähriges Motto als Chefplaner?

Chase: Ganz klar steht für mich die Qualität vor der Quantität der Sprünge. Die Qualität der Sprünge steht für mich eindeutig vor der Anzahl der Sprünge. Der diesjährige Kurs enthält etwas weniger von allem. Weniger Hindernisse, weniger Bodenkontakt der Fahrer, dafür aber mehr große Sprünge kombiniert mit jeder Menge Flow. Das wird eine Riesenshow dieses Jahr! (Anm. d. Red.: Wenn ein Kurs flowig ist, ist er flüssig gesteckt ohne scharfe Kurven oder schwer erreichbare Hindernisse.)

Aaron Chase (35) wohnt mit seiner Frau und seiner Tochter in New Hampshire (USA) und ist professioneller Slopestyle-Mountainbiker (Slopestyle entspricht dem Begriff Trickspringen). Seinen Durchbruch hatte er beim ersten District Ride in Nürnberg. 2005 gewann er den Wettbewerb und übernahm 2011 die Chefplanung des Parcours durch die Nürnberger Altstadt. Nach einem Fahrrad-Unfall 2007 konzentriert sich Chase, den seine Freunde AC nennen, vor allem aufs Filmen und Wettbewerbe organisieren. Auch Trainingscamps veranstaltet der US-Amerikaner. Hier geht es zum Interview mit Aaron Chase aus dem Jahr 2011.

15 Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren haben die Gelegenheit, an Pfingsten mit dem deutschen Mountainbike-Profi Peter Henke durch deutsche Bikeparks zu touren und Tricks zu lernen. Zudem erhalten die Gewinner ein VIP-Paket für den District Ride. Nähere Infos erhalten Sie in dem Artikel: "Nachwuchsfahrer gesucht: Mit Peter Henke zum District Ride".

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