
Brief an Ebser Bürgermeisterin geschrieben
Neunjähriger Felix schafft Platz für Wildbienen an einem Spielplatz in Rüssenbach
Baumhaus oder Bienen – mit diesen Wünschen hatte sich der neunjährige Felix Dachert aus Rüssenbach per Brief an die Ebermannstädter Bürgermeisterin Christiane Meyer gewandt. Als Teil des Ferienprogramms baute er dann mit vielen anderen fleißigen Kindern und dem Naturpark-Ranger Johannes Stemper ein staatliches Wildbienenhotel. Es wurde mit mit unterschiedlich großen Löchern versehenen Holzblöcken, Lehm und Schilfröhren gebaut und am Spielplatz in Rüssenbach aufgestellt.

Wildbienen sind für viele Pflanzen die einzigen Bestäuber, da Blüte und Biene perfekt aufeinander abgestimmt sind. Der volkswirtschaftliche Nutzen wurde lange Zeit unterschätzt und liegt nach Aussage der Ebser Jugendpflegerin Katharina Kurth-Lipfert allein in Deutschland jährlich im Milliardenbereich. Ohne Wildbienen würden zahlreiche Ökosysteme zusammenbrechen. Die größte Gefahr stellt neben Parasitenbefall, veränderten klimatischen Bedingungen und Witterungseinflüssen nach wie vor der Mensch dar, indem er durch intensive Landnutzung die Lebensräume der Wildbienen vernichtet. Alle Wildbienen- und Hummelarten sind durch die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt.
Die ersten Tiere sind schon ins Wildbienenhotel eingezogen
Nicht nur die Kinder, auch die Wildbienen freuten sich über ihr neues Heim: Bereits nach wenigen Tagenseien die ersten Eier in den Hohlräumen abgelegt und diese versiegelt worden, erzählt Kurth-Lipfert.