
Zum Jubiläum
Geschichte Für Alle wird 40: 40 Gratis-Rundgänge in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Bamberg
Das 40-jährige Bestehen feiert der Verein Geschichte Für Alle mit einem Geschenk für alle Geschichtsinteressierten: Unter dem Titel „40 Jahre – 40 Rundgänge“ werden bis Mitte Dezember einstündige, kostenlose Touren durch Nürnberg, Fürth, Erlangen und Bamberg angeboten. Sie finden mittwochs um 18 Uhr statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Los ging es Mitte März mit dem Eröffnungsrundgang in Nürnberg, in Fürth konnte man kürzlich die Biergeschichts-Tour „… und wer nichts wird, wird Wirt in Fürth“ erleben. Als nächstes Gratis-Angebot in der Kleeblattstadt folgt am 7. Mai der Kinder- und Familienrundgang „Kids im alten Fürth. Kindheit um 1900“, am 28. Mai geht es dann unter dem Titel „Schatz, ich geh ma kurz auf a Seidla rum ums Eck“ um die Wirtshauskultur. Später im Jahr kann man bei der Tour „Wahlheimat und Heimatwahl“ am 22. Oktober mehr über den jüdischen Schriftsteller Robert Schopflocher erfahren, am 3. Dezember steht „Fürths Entree: Der Bahnhofplatz“ im Mittelpunkt.
Geschichte Für Alle hat beliebten Stadtrundgang in Fürth überarbeitet
Zusätzlich wird es Infostände und Schnupperführungen geben, etwa beim Tag des offenen Denkmals im September in Kooperation mit dem Kunstkeller O27 oder beim Apfelmarkt im Oktober, bei denen Besucher und Besucherinnen sich informieren und von Sonderaktionen profitieren können, wie es in einer Pressemitteilung heißt.
Und noch etwas ist neu in diesem Jubiläumsjahr: Der beliebte Stadtrundgang „Spiegel, Bier und Brausebad“, der die Industrialisierung Fürths im 19. Jahrhundert beleuchtet, wurde überarbeitet und um weitere Anekdoten und Informationen ergänzt. Die zweistündige Führung startet am kommenden Sonntag, 6. April, um 14 Uhr am Kohlenmarkt beim Schiefen Turm und wird an weiteren Terminen angeboten. Tickets kosten 12 Euro (ermäßigt 10 Euro), für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist die Teilnahme kostenlos – Karten gibt es online oder direkt vor Ort.
Industrialisierung hautnah erleben
„Im Stadtbild Fürths ist auch heute noch die Industrie- und Arbeiterstadt des 19. Jahrhunderts gegenwärtig“, schreibt Geschichte Für Alle in der Ankündigung. Der neu konzipierte Rundgang widmet sich den prägenden Wirtschaftszweigen der Stadt: der Spiegelherstellung, dem Brauereiwesen und der Metallschlägerei. Dabei geht es nicht nur um die Produktionsstätten, sondern auch um die sozialen Auswirkungen der Industrialisierung
An den Kißkaltschen Arbeiterhäusern wird das Leben der damaligen Arbeiterklasse anschaulich gemacht. Erinnert wird zudem an Orte wie das öffentliche Wannen- und Brausebad, die Herberge zur Heimat und die beliebten Fress- und Geselligkeitsvereine, die für die Fürther Arbeiterschaft eine große Rolle spielten.
40 Jahre Stadtgeschichte für alle
Geschichte Für Alle wurde 1985 von fünf Geschichtsstudierenden der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gegründet, um Stadtgeschichte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Der Name stand schnell fest: „Geschichte Für Alle – er war und ist bis heute Programm“, heißt es in der Pressemitteilung.
Was als studentische Initiative begann, ist heute ein professionell arbeitender Verein mit über 1500 Mitgliedern, rund 300 freien Mitarbeitenden und mehr als 20 Festangestellten. Neben Stadtführungen bietet er museumspädagogische Workshops, Publikationen und Ausstellungen an – stets mit dem Ziel, die Vergangenheit lebendig und verständlich zu vermitteln.
Die Termine der 40 Jubiläums-Rundgänge findet man hier.
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