Forscher an der FAU Erlangen-Nürnberg veröffentlichen zur Europawahl 2024 ein Tool zur Abfrage der politischen Präferenzen der Wählerinnen und Wähler.
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Forscher an der FAU Erlangen-Nürnberg veröffentlichen zur Europawahl 2024 ein Tool zur Abfrage der politischen Präferenzen der Wählerinnen und Wähler.

Europawahl am 9. Juni

„Europa Party Check“: Die Uni Erlangen hat jetzt einen eigenen Wahl-O-Mat

Die Wahl zum Europäischen Parlament steht am 9. Juni in Deutschland an. Zum ersten Mal können 16-Jährige wählen. Wer sich noch nicht sicher ist, welche Partei das Kreuzchen bekommen soll, kann das neue Tool "Europa Party Check" ausprobieren - mitentwickelt hat es ein Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Die erhobenen Daten können zudem der Wahlforschung bereitgestellt werden.

Geschaffen wurde das Tool durch Professor Constantin Wurthmann, Politikwissenschaftler an der FAU, in Kooperation mit Professor Christian Stecker von der TU Darmstadt und Philipp Thomeczek von der Universität Potsdam. Laut einer Pressemitteilung der FAU ist dieses Tool ab jetzt online verfügbar und bietet Wählerinnen und Wählern eine Möglichkeit, die eigenen politischen Präferenzen zu entdecken.

15 Fragen zu politischen Themen

Der "Europa Party Check" führt die Nutzerinnen und Nutzer durch 15 ausgewählte Fragen zu aktuellen politischen Themen wie staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft, Zuwanderung, die Erweiterung der Europäischen Union und Minderheitenrechte. Am Ende erhalten die Wähler eine Ergebnisanzeige, die ihre Übereinstimmung mit den verschiedenen Parteien in Prozent darstellt.

Der "Europa Party Check" zeigt zusätzlich auch den Grad der Übereinstimmung in bestimmten Politikfeldern an. "Wir möchten ein möglichst differenziertes Bild schaffen, das es den Wählern ermöglicht, sich gezielt mit einzelnen Themenbereichen auseinanderzusetzen", erklärt Constantin Wurthmann, der an der FAU aktuell den Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft leitet.

Wahldaten für die Wissenschaft

Nach der Ergebnisanzeige haben die Nutzerinnen und Nutzer zwei Möglichkeiten: Sie können ihre Daten vollständig löschen lassen oder durch die Beantwortung weiterer Fragen, beispielsweise zur eigenen Wahlabsicht, die wissenschaftliche Forschung unterstützen. "Wir hoffen, dass unser Tool zusätzliches Interesse und Aufmerksamkeit für die bevorstehende Wahl weckt", erklärt Wurthmann.

Hier geht es zum "Europa Party Check": www.europartycheck.de

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